Häkelkette

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Samstag, 3. September 2016

Buchvorstellung: "Zimtsommer" von Sarah Jio



Diese Woche stelle ich euch ein sehr gefühlvolles Buch vor. Die Autorin war mir vorher nicht bekannt, aber schon der Titel (ich liebe Zimt) und das Cover haben mich sehr angesprochen. Der Inhalt hat mich dann nicht enttäuscht.

Ada arbeitet als Journalistin in New York, Ihr Beruf ist zeitintensiv und anstrengend. Deshalb hatte ihr Mann James seine Stelle gekündigt um für die gemeinsame Tochter Ella da zu sein. Für einen Auftrag geht Ada auf Geschäftsreise, ihre Familie kann sie dazu mitnehmen. Dort kommt es zu einem schrecklichen Unglück, bei dem sie Mann und Tochter verliert.

Ada lebt noch immer in New York, vollkommen gefangen von dem schrecklichen Ereignis und dem Verlust. Bei einer Sitzung bei ihrem Psychiater wird ihr klar, dass sie einen Neuanfang wagen muss. Ada mietet kurzentschlossen ein Hausboot in Seattle am Lake Union. Auch dort wird ihr schnell bewusst, dass man die Vergangenheit nicht so einfach hinter sich lassen kann. Die anderen Bootsbewohner nehmen Ada aber schnell in ihrer Mitte auf. Und schon bald erfährt sie, dass auf ihrem Hausboot schon einmal eine Frau spurlos verschwunden ist. Das macht Ada neugierig und sie versucht, der Geschichte nachzugehen. Auf ihrem Boot findet sie dann auch eine Kiste mit Erinnerungsstücken an Penny. Und gemeinsam mit Alex, einem benachbarten Fotografen, versucht sie den Nachbarn ihre Erinnerungen an Penny zu entlocken, was sich als nicht einfach herausstellt.

Der Roman wechselt in seinen Erzählebenen zwischen Ada und dem damaligen Leben von Penny und Dexter. Penny hat ihre Einsamkeit auf dem Boot genutzt um ihrer Leidenschaft, dem Backen nachzugehen. Mit ihren Zimtkeksen hat sie die Nachbarn und auch den kleinen Jimmy verwöhnt..... Und auch die Ackerwinde, die dort als vermeintliches Unkraut wächst, verbindet die beiden Frauen....
Gelingt es Ada, das Geheimnis um Penny aufzuklären und vor allem: wird es ihr gelingen, ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen?

Das Buch ist sehr einfühlsam geschrieben. Der Autorin ist es gelungen, wunderbare Stimmungen einzufangen und ich hatte nicht nur einmal Tränen in den Augen. Das Buch ist nicht nur oberflächlich unterhaltsam geschrieben, es hat durchaus auch Tiefgründiges zu entdecken. Und obwohl mir der Epilog etwas zu dick aufgetragen war empfehle ich euch, dieses Buch  zu lesen.


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