Häkelkette

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Samstag, 29. Juli 2017

Buchvorstellung: "Piniensommer" von Stefanie Gerstenberger


Letzte Woche im Urlaub habe ich sehr viel gelesen. Unter anderem auch dieses Buch von Stefanie Gerstenberger. Es spielt auf Sizilien (mein Urlaubsziel vom letzten Jahr) und die leuchtenden Orangen auf dem Titel hatten mein Interesse geweckt.

Wie gewohnt kommt hier zuerst der Klappentext:

Stella und Nicola fühlen sich seit Kindertagen zueinander hingezogen. Obwohl ihre Familien alles getan haben, um ihre Liebe zu zerstören, ist diese über die Jahre nur noch stärker geworden. Während Stella unbedingt Architektin werden möchte, ist Nicola leidenschaftlicher Apnoetaucher. Tag für Tag steigt er in die gefährlichen Tiefen des blauen Meeres hinab und genießt die Musik der Stille. Die beiden Liebenden träumen von einem selbstbestimmten Leben. Doch dann schlägt das Schicksal völlig unerwartet zu ...

Die Handlung des Buches entführt uns nach Sizilien in die 60er Jahre. Stella und Nicola verbindet eine tiefe Liebe und so sind sie auch heimlich verlobt. Nicolas Mutter kann Stella, die zum verarmten Adel gehört nicht leiden und lässt sie dies deutlich spüren. Stella war nach der Geburt von ihrer Mutter verstoßen worden. Ihre Tante Assunta hatte sich ihrer angenommen. Erst Jahre später lebt Stella zusammen mit ihrer Familie im heruntergekommenen Palazzo der Familie. Finanzielle Schwierigkeiten sind an der Tagesordnung.  Stella und Nicola wollen nach dem Abitur beide Architektur studieren. Aber während Stelle zielstrebig dafür lernt hat Nicola viele andere Dinge im Kopf. Besonders wichtig ist ihm das Apnoe-Tauchen, er versucht dabei immer wieder seine eigenen Grenzen zu überschreiten. Eines Tages findet er dann die alte Radiosendestation seinen Vaters und nun hält ihn nichts mehr auf, im Verborgenen auf die mafiösen Strukturen in ihrer Gegend hinzuweisen und für Aufklärung zu sorgen. Dass dies gefährlich ist, steht außer Frage und Stella sorgt sich sehr um ihn. Doch dann schlägt das Schicksal zu .......

Erst nach dem Lesen habe ich erfahren, dass dies der zweite Teil der Geschichte ist. Das tut dem Buch aber keinen Abbruch, man kann es wunderbar einzeln lesen.

Mich hat die Geschichte von Anfang an berührt. Die Personen werden einem sehr schnell vertraut, man möchte Stella Mut machen, Nicola ausschimpfen und leidet mit den beiden, deren Liebe von den Familien nicht anerkannt wird. Der Sprachstil ist ganz wunderbar einfühlsam (aber das kannte ich auch schon von anderen Büchern der Autorin). Allerdings ist dieses Buch doch auch sehr melancholisch und birgt viel Trauer. Umso beeindruckender, dass es auf einer wahren Begebenheit beruht.

Ich habe das Buch sehr gerne gelesen, weil der Sprachstil so warmherzig  ist, die Figuren so echt und nah und weil ich einfach wissen wollte wie es weiter geht. Das Buch hat auch einen sehr schönen Schluß, der zum Glück nicht kitschig ist. Lest es einfach selber.


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