Häkelkette

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Samstag, 8. Oktober 2016

Buchvorstellung: "Der weite Raum der Zeit" von Jeanette Winterson


Mein Buch der Woche ist ein sehr spezielles. Die Autorin ist ein großer Anhänger von Shakespeare und "Ein Wintermärchen" liegt ihr dabei besonders am Herzen. In ihrem Roman überträgt sie die Handlung des Stücks in unsere Zeit. Hier schon mal der Klappentext:

Der Londoner Investmentbanker Leo verdächtigt seine schwangere Frau MiMi, ihn mit seinem Jugendfreund Xeno zu betrügen. In rasender Eifersucht und blind gegenüber allen gegenteiligen Beweisen verstößt er MiMi und seine neugeborene Tochter Perdita. Durch einen glücklichen Zufall findet der Barpianist Shep das Baby und nimmt es mit nach Hause. Jahre später verliebt sich das Mädchen in einen jungen Mann – Xenos einzigen Sohn. Zusammen machen sie sich auf, das Rätsel ihrer Herkunft zu lösen und alte Wunden zu heilen, damit der Bann der Vergangenheit endlich gebrochen wird.


Jeanette Winterson spielt souverän mit Figuren und Handlung aus Shakespeares "Das Wintermärchen" und erzählt eine verblüffend moderne Geschichte über rasende Eifersucht, blinden Selbsthass und die tiefe Sehnsucht in uns, die Fehler der Vergangenheit wieder gut zu machen.

Am Anfang wird eine kurze Zusammenfassung von Shakespeares "Wintermärchen" erzählt, so dass man wenn man wie ich das Stück nicht kennt, zumindest eine Vorstellung davon bekommt. Und die Story wird im Klappentext sehr gut beschrieben.

Was die Übertragung angeht möchte ich mir kein Urteil erlauben, dazu kenne ich einfach Shakespeare zu wenig. Jedenfalls ist ein Buch entstanden, das durchaus einen Sog entwickelt und man wissen möchte wie die Geschichte weiter geht. Und doch empfinde ich die Story als ziemlich abstrus und abgedreht...... Das Buch war eine interessante Leseerfahrung, zu einem Lieblingsbuch wird es aber nicht werden.  Aber vielleicht möchtet ihr euch ja selber ein Urteil darüber bilden.

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