Häkelkette

Häkelkette

Sonntag, 9. August 2020

Buchvorstellung: "Tödliches Idyll" von Rhys Bowen

 Diese Woche habe ich  einen klassischen Krimi gelesen. Hier der Klappentext:


Ruhe und Beschaulichkeit sind alles, was sich Constable Evan Evans wünscht, als er sich in das kleine walisische Dorf Llanfair versetzen lässt. Das schlimmste Verbrechen, das dort jemals begangen wurde: der Raub eines Apfelkuchens. Doch dann verunglücken zwei Touristen in den malerischen Bergen tödlich. Während alle an einen Unfall glauben, ist sich Constable Evans sicher, dass die beiden ermordet wurden. Nur von wem?
Milchmann-Evans, Tankwart-Roberts und Mrs Powell-Jones haben es manchmal faustdick hinter den Ohren. Genau wie Betsy, die im Pub Red Dragon arbeitet und dem Constable schöne Augen macht. Obwohl Evan nicht glauben möchte, dass jemand von den liebenswert-kauzigen Bewohnern Llanfairs der Mörder ist, nimmt er seine Ermittlungen auf ...


Im Ort wurde vor einiger Zeit ein Berghotel eröffnet. In typischer schweizer Architektur erbaut, sind die Anwohner davon nicht gerade begeistert. Noch weniger begeistert sind sie, dass dort immer wieder Touristen absteigen, die sich zu schwierigen Bergtouren aufmachen und dann gerettet werden müssen. Enes Nachmittags kommt der Hoteldirektor zu Constable Evans und bittet ihn wieder mal, nach einem vermissten Urlauber zu suchen. Doch dieser geht davon aus, der der Vermisste schon wieder auftauchen wird. Am nächsten Tag macht sich dann doch ein Trupp auf die Suche und die finden den Vermissten tot, abseits vom Weg, in die Tiefe gefallen. Ein tragischer Unfall? Als dann aber eine kurze Zeit später auch noch ein zweiter tödlich Verunglückter gefunden wird, glaubt keiner mehr so recht an einen Unfall. Der Zufall wäre doch zu groß. Die Inspektion in der Stadt ist momentan aber mit einem anderen Fall beschäftigt und will sich diesem nicht so recht zuwenden. Also macht sich Constable Evans selber daran, die Spuren zu verfolgen und evtl. Gemeinsamkeiten zu finden.

Ganz nebenbei muss er sich noch der Kellnerin Betsy erwehren, die ihn sehr offensichtlich für sich gewinnen möchte. Mrs. Powell-Jones meldet den Diebstahl eines Apfelkuchens und verdächtigt die Pfarrersfrau aus der Nachbarkirche und die Lehrerin der Grundschule geht ihm auch nicht aus dem Kopf....


Dieser Krimi ist in wunderbarer englischer Tradition geschrieben, ein klassischer Fall, ein paar typische Exzentriker, eine Prise englischer Humor.... also beste Unterhaltung.


Die nächsten Bände der Reihe hab ich schon auf meinem Kindle....


Diesen Beitrag verlinke ich nun ins Lesezimmer von Karminrot ( https://lesezimmer.karminrot-blog.de/2020/08/05/buecher-die-ich-im-august-lesen-moechte/ ). Schaut doch mal vorbei.

Donnerstag, 6. August 2020

Wuschelkugeln in schwarz/weiß



Schon jahrelang hatte ich die hier verwendete lampwork Perle in meinem Fundus. Nun endlich hatte ich die zündende Idee, wie ich diese am schönsten zur Geltung bringen könnte.


Die Kette ist verschlusslos gearbeitet und zur Lampwork Perle gesellen sich noch 2 Wuschelkugeln.

Und damit beteilige ich mich heute bei Du für Dich am Donnerstag ( https://naehfrosch.de/du-fuer-dich-am-donnerstag-115/ ). Schaut doch mal vorbei.

Dienstag, 4. August 2020

Ohrschmuck in silber und rosegold



Diese Ohrhänger erinnern mich immer an kleine Beeren, da passen die Brisuren mi den Blättern besonders gut. Ein schöner Schmuck für den Sommer, den ich als Geschenk gemacht habe.



Und auf Bestellung einer lieben Bekannten ist dann noch eine Version in rosegold enstanden, auch sehr fein...

Und damit beteilige ich mich am Creadienstag ( https://www.creadienstag.de/2020/08/linkparty-427.html ) und bei Handmade on Tuesday ( https://handmadeontuesday.blogspot.com/2020/08/handmade-in-tuesday-182.html ). Schaut doch mal vorbei.

Sonntag, 2. August 2020

Buchvorstellung: "Eine Prise Marrakesch" von Thea C. Grefe



Mein Buch der Woche habe ich im Lesezimmer von Karminrot ( https://lesezimmer.karminrot-blog.de/ ) entdeckt. Mich hat das gleich angesprochen, weil ich schon immer gerne mal nach Marrakesch reisen wollte. Es gibt dort wunderschöne Altstadthotels und ganz besonders reizen mich die Bazare. Gewürze, Schmuck, Stoffe..... ach, was könnte man da alles riechen, fühlen und auch kaufen...
Vielleicht ergibt sich ja mal die Gelegenheit. Vorläufig bin ich in dieses Buch eingetaucht. Der Klappentext liest sich so:

In einem alten Hotel in Marrakesch treffen vier Menschen aufeinander, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Klara, eine temperamentvolle Hobbyköchin, die für ihr Leben gern Horoskope liest, Karim, ein marokkanischer Geschäftsmann mit großen Träumen und schwer lastenden Sorgen, Charlotte, eine Fotografin, in der ungeahnte Talente schlummern und schließlich Alain, ein begnadeter Koch, der vor seinen Geldproblemen flieht. Sie alle haben guten Grund, die Vergangenheit hinter sich zu lassen. Gemeinsam beschließen sie, das Hotel aus seinem Dornröschenschlaf zu wecken. Dabei kommen sie nicht nur einem lang gehüteten Geheimnis auf die Spur, sondern sie merken auch, dass es nie zu spät ist für die Liebe ...

Eine herzerwärmende Liebes- und Freundschaftsgeschichte mit Originalrezepten aus dem Herzen von Marrakesch!


Ich sage es vorneweg: Mit diesem Buch kann man wirklich nach Marrakesch reisen. Ein alter typischer Geschichtenerzähler beginnt mit der Geschichte einer Familie.... Täglich erzählt er ein Kapitel weiter und man lauscht, ist entzückt von der Erzählweise und von seinem Geschick, den Spannungsbogen immer aufrecht zu halten und genau an der richten Stelle, mit der richtigen Vorausschau zu enden. 

Bald stellt sich heraus, dass diese Geschichte, die Geschichte von Karims Familie ist. Karim in Architekt, seine Entwürfe tragen dazu bei, Marokko moderner zu machen, gleichzeitig ist er aber auch Inhaber eines Riad, einem typischen Altstadthotel. Dorthin reisen unabhängig voneinander die beiden Frauen, Klara und Charlotte. Klara hat die Reise bei einem Kochwettbewerb gewonnen und will natürlich besonders die landestypische Küche erkunden. Ihr Leben steht gerade an einem Wendepunkt und sie ist sich noch nicht ganz sicher, wie es weiter gehen soll.

Charlottes Mann hat ihr gerade verkündet, dass er die Scheidung möchte.....Da beschließt sie, erst einmal abzutauchen und wählt dafür eine Reise nach Marrakesch. Vorher kauft sie sich noch eine komplette Kameraausrüstung, den früher war sie eine bekannte und hochbegabte Fotografin.

Weil es einen Fehler bei den Zimmerbuchungen gab müssen sich die beiden Frauen eine Suite mit gemeinsamem Bad teilen und schon sehr schnell schließen die beiden Freundschaft.

Charlotte fühlt sich auch sehr zu Karim hingezogen, aber welche Geheimnisse birgt dieser Mann?

Und dann reist auch noch Alain an..... Seinen Traum vom Sternelokal muss er vorerst aus beiseite legen, denn sein Restaurant ist Pleite und er hat nichts mehr außer Schulden. Außerdem ist ihm bewusst geworden, dass es der größte Fehler war, Klara aus seiner Küche zu vertreiben..

Und dann gibt es da noch ein altes, verlassenes, stark renovierungsbedürftiges Grandhotel.....


Ja, das Buch hat auch seine kitschigen Momente und der Schluß ist schon arg romantisch und unrealistisch. Aber: Mir hat das Buch große Spaß gemacht, es hat sich ein bisschen wie eine Urlaubsreise angefühlt. 

Und so möchte ich es euch empfehlen, als leichte Sommerlektüre, die einen mit auf die Reise nimmt, was ja in der Realität gerade nicht so leicht möglich ist.

Die landestypischen Rezepte laden zum Kochen ein und vielleicht gibt es dann ja auch einen marrokanischen Abend mit Freunden...

Sonntag, 26. Juli 2020

Buchvorstellung: "Die Einwilligung" von Vanessa Springora


Auf dieses Buch wurde ich in einer Zeitschrift aufmerksam. Es widmet sich einem sehr üblen Thema, dem sexuellen Missbrauch von Kindern. Hier der Klappentext:

„Wird dir nicht bewusst, wie sehr er dich ausnutzt und wie sehr er dir schadet? Er ist der Schuldige, nicht du …“
Paris, Mitte der 1980er-Jahre. Auf einer Feier lernt die dreizehnjährige Vanessa den kultivierten Literaten G. M. kennen. Sie ist verwirrt – und geschmeichelt, als er in den Wochen darauf in sehnsuchtsvollen, wunderschön formulierten Briefen um sie wirbt. Nach und nach wird sie freiwillig zum sexuellen Kindesopfer dieses Mannes. Als Vanessa begreift, wie sehr sie von ihrem Liebhaber psychisch überfordert, betrogen und manipuliert wird, sucht sie in ihrem Umfeld Hilfe. Aber vergeblich.
In dem Künstlermilieu, in dem sich Vanessa und ihre alleinerziehende Mutter bewegen, tolerieren alle, dass G. M. auf Minderjährige fixiert ist und sich seiner Neigung rühmt. Der Zeitgeist macht es ihm leicht. Auch Vanessas Mutter lässt diese Beziehung nach anfänglichem Protest zu. Die Polizei und das Jugendamt, durch anonyme Hinweise auf die strafbaren Handlungen aufmerksam gemacht, verfolgen den Fall nur halbherzig.
Sehr viel hört und liest man in den Medien gerade über den sexuellen Missbrauch von Kindern. Ein äußerst heikles Thema, zu dem die Betroffenen sich selbst oft nur sehr ungern und viel zu spät außern. Dieses Buch wurde nun autobiografisch geschrieben. 
Man kann sich sehr gut in Vanessa hineinversetzen, die zuerst Geschmeichelt ist vom Werben des älteren Mannes, die dann aber dringend Hilfe bräuchte. Jemand, der ihr zur Seite steht, der ihr sagt, wie falsch das alles ist... Doch auch ihre Mutter gibt ihre Einwilligung zu dieser Beziehung.....

Ich bin froh, dass bei uns die Gesetzgebung nun entschieden hat, diese Fälle viel härter zu bestrafen. Und was da derzeit an Fällen aufgedeckt wird macht mich einfach nur sprachlos.

Das ist also kein Buch für einen lauen Sommerabend, das ist schwere Kost. Trotzdem kann ich es euch nur empfehlen.

Ich verlinke den Beitrag ins Lesezimmer von Karminrot ( https://lesezimmer.karminrot-blog.de/2020/07/02/buecher-juli-und-was-ich-lesen-moechte/ ). Schaut doch mal vorbei.

Dienstag, 21. Juli 2020

Ein kleines Set


Nach etlichen Jahren Klavierunterricht kann ich nun mein eigenes Unvermögen nicht mehr ertragen.... meine Stärken liegen eindeutig woanders. Meiner Klavierlehrerin danke ich für die viele Geduld, die sie für mich hatte. Zum Abschluss habe ich ihr noch ein kleines Armbandset in ihren Lieblingsfarben gemacht.

Hin und wieder werden wir uns trotzdem nich zu einer Stunde treffen, so ganz aufgeben möchte ich nicht..

Sonntag, 19. Juli 2020

Buchvorstellung: "Die Hölle war der Preis" von Hera Lind *enthält Werbung*


Zufällig bin ich auf dieses Buch gestoßen. Der Klappentext hat mich gleich interessiert:

Gisa Stein, genannt Peasy, wächst in Oranienburg nahe Berlin auf. Ihr Traum ist es, Tänzerin zu werden, und sie schafft es bis an die Staatsoper. Doch hier gerät sie in die Fänge der Stasi. In ihrer Verzweiflung versucht sie mit ihrem Ehemann Edgar, einem rebellischen Architekten, in den Westen zu fliehen. In einer kalten Januarnacht 1974 wird das Paar an der Grenze festgenommen und wegen Republikflucht zu fast vier Jahren Haft verurteilt. Was Gisa dann im Frauenzuchthaus Hoheneck durchmacht, ist die Hölle. Von unzähligen Briefen, die Edgar ihr schreibt, erreicht sie nur ein einziger: Er liebt sie und glaubt die Lügen nicht, die im Gefängnis über sie verbreitet werden. Aber Gisa hat ein Geheimnis. Wie hoch ist der Preis dafür?

Ich bin im Westen geboren und aufgewachsen, die DDR war für mich weit weg und unserer Familie hatte auch keinerlei Verbindungen nach drüben. Natürlich bekam man im Westen übers Fernsehen ein bisschen was über die Verhältnisse im Osten mit, aber wie krass das war weiß wohl nur wer es selber erlebt hat.
Hera Lind hat in diesem Buch die Geschichte einer jungen Frau aufgeschrieben. Schon deren Eltern ließen sich von Staat und Stasi nicht unterkriegen, doch ihr Vater musste immer wieder Zugeständnisse machen um Peasy den Weg zur Oper zu ebnen. Auch sie selber musste während ihrer Ausbildung nebenbei in Staatsbetrieben arbeiten und nur mit viel Kraft und Durchhaltevermögen konnte sie das schaffen. Doch am Höhepunkt ihrer Karriere scheiterte sie daran, nicht mit der Stasi arbeiten zu wollen.
Eine Studienkollegin ihres Mannes hatte die Flucht in den Westen geschafft und so beschlossen die beiden, den selben Weg zu nutzen. Nur leider ging ihre Flucht schief. Was dann folgt ist einfach grauenhaft, die Verhöre, die Haftbedingungen.... das hat nichts mit Menschenwürde zu tun, das gleicht eher einer harten Folter.
Fast die gesamte Zeit der Haft müssen die beiden ausharren, bis es einem Unterhändler der BRD gelingt, sie herauszukaufen.
Hera Lind hat einen angenehmen Schreibstil, der sich flüssig lesen lässt. Doch bei diesem Buch lässt einen das Grauen nicht los.
Ein Buch, das ich sehr empfehlen möchte, auch wenn es keine gefällige Lektüre ist.

Diesen Beitrag verlinke ich nun ist Lesezimmer von Karminrot ( https://lesezimmer.karminrot-blog.de/2020/07/02/buecher-juli-und-was-ich-lesen-moechte/ ). Schaut doch mal vorbei.

Das Buch wurde mir vom Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt, dafür sage ich herzlichen Dank. Meine Rezension wurde dadurch aber nicht beeinflusst und entspricht komplett meiner eigenen Meinung.