Häkelkette

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Dienstag, 6. Juni 2017

Sampler Sweater


Von ihrem Auslandsaufenthalt in England hatte mir meine Tochter auch einige Strickzeitschriften mitgebracht, darunter eine Ausgabe des knitnowmag. Und dieser Sampler Sweater hatte auch gleich ihren Geschmack getroffen. Zu Weihnachten habe ich ihr dann einen Gutschein für einen Pullover geschenkt und sie entschied sich für dieses Modell. Lt. der angegebenen Maschenprobe schien die Berechnung perfekt für Wollmeise pur  zu passen.


Anfang März war es dann Zeit für einen Ausflug nach Pfaffenhofen zur Wollmeise und meine Tochter entschied sich für die Pur in Farbe O-Rh-negativ, ein wirklich wunderschönes sattes Blutrot. Und dann nahm das Elend seinen Lauf: Die angegebenen Maschenzahl passte überhaupt nicht zu den Maßen meiner Tochter, also beschloss ich, den Pullover selbst zu berechnen. Da das Musterteil im Vorderteil sehr breit ist beschloss ich, den Pullover von unten zu stricken. Ab Armhöhe wollte ich dann als Raglan weiter stricken.
Aber es sollte eine Weile dauern, bis ich so weit war. Das Gerstenkornmuster an dunklen Abenden bei tiefdunkelroter Wolle führte zu einigen Fehlern und damit zu einigem Ribbeln..... (Ehrlich gesagt, stricke ich eigentlich nie so viel Mist wie bei diesem Pullover...) Dann stellte ich fest, dass die erste Variante zu kurz geraten war, also  hab ich wieder geribbelt und den Pullover um einen Mustersatz verlängert.


Der nächste Stolperpunkt war dann der Raglan, er fügte sich im Muster gar nicht gut ein. Also war wieder Ribbeln angesagt. Danach habe ich den Körper ganz klassisch beendet. Die Ärmel waren ja zu diesem Zeitpunkt schon bis zum Armausschnitt gestrickt, aber oben etwas eng. Also habe ich auch hier den letzten Mustersatz geribbelt und etwas mehr Maschen zugenommen. Selbstverständlich klappte auch die Armkugeln (so etwas hab ich seit vielen Jahren nicht mehr gestrickt) nicht auf Anhieb. Aber der zweiter Versuch war dann gut.



Und so kam es, dass das Stricken dieses Pullovers sich wie Kaugummi in die Länge zog. Eigentlich betrachte ich Strickereien für meine Tochter immer als Babypulli, den Größe XS ist normalerweise ratzfatz gestrickt, dieses Modell hat mich eines besseren belehrt. Aber nun ist er fertig, sitzt prima und wartet auf die ersten kühlen Herbsttage, aber das hat ja noch Zeit.

Mit diesem Teil beteilige ich mich heute am Creadienstag ( http://www.creadienstag.de/ ), bei den Dienstagsdingen ( http://dienstagsdinge.blogspot.de/ ) und bei Handmade on Tuesday ( http://handmadeontuesday.blogspot.de/ ). Schaut doch mal vorbei.

Kommentare:

  1. Der ist toll geworden. An so etwas traue ich mich nie. ich stricke aber auch nur als Nebenbeschäftigung beim Fernsehschauen.

    LG
    Petronella

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  2. Da haben Deine Kämpfe sich aber echt gelohnt. der Pulli ist toll geworden!
    Lieben Gruß
    Heidi

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