Häkelkette

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Sonntag, 31. März 2019

Buchvorstellung: "Die Gabe des Himmels" von Daniel Wolf *enthält Werbung*


Nach Krimis und Büchern über die neuere Geschichte hatte ich mal wieder Lust, weiter in der Geschichte zurück zu gehen und bin im Mittelalter gelandet. Hier schon mal der Klappentext:

Anno Domini 1346. Der junge Kaufmannssohn Adrien Fleury studiert in Montpellier Medizin und träumt von einer Laufbahn als Arzt. Als er nach Varennes-Saint-Jacques zurückkehrt, erkennt er seine Heimatstadt kaum wieder. Reiche Patrizier regieren Varennes rücksichtslos. Das einfache Volk rebelliert gegen Unterdrückung und niedrige Löhne. Die Juden leiden unter Hass und Ausgrenzung. Als Adrien eine Stelle als Wundarzt antritt, lernt er die jüdische Heilerin Léa kennen. Sie verlieben sich und bringen sich damit in höchste Gefahr. Doch dann wütet der Schwarze Tod in Varennes, und Adriens Fähigkeiten werden auf eine harte Probe gestellt ...

Adrien ist ein unbequemer Student, der die Lehren der Professoren nicht einfach hinnimmt, sondern immer wieder in Frage stellt und mehr ergründen möchte. Damit eckt er zu seiner Zeit immer wieder an. Schließlich führt sein eigenmächtiges Handeln zum Ausschluss aus der Universität, ein medizinischer Abschluss als Doktor der Heilkünste ist im damit verwehrt. Aber schon während seiner Studienzeit arbeitete Adrien bei einem Wundarzt und diese praktische Art der Medizin liegt im viel mehr und so wurde er schnell zu einem fähigen Chirurgen. Der Beruf des Chirurgen zählte im Mittelalter noch zu den Handwerken und hatte kein all zu hohes Ansehen. So kommt er zurück  in seine Heimatstadt und weil dort gerade nach einem Wundarzt gesucht wird findet er problemlos eine Anstellung. Sein Vater hat in der Zwischenzeit fast das gesamte Familienvermögen der Kirche vermacht um sein Seelenheil zu retten. Adriens Bruder Cesar versucht, aus den Resten wieder ein florierendes Unternehmen aufzubauen und geht dabei mit aller Härte vor. Kein Wunder, dass die reichen Patrizier kein gutes Ansehen bei den Handwerkern und Zünften haben. Und so gefällt es den Menschen immer weniger, dass im Stadtrat zwar Vertreter der Patrizier und die Zunftmeister sitzen, letztendlich aber nur die Patrizier die wichtigen Entscheidungen treffen.
Auch Luc lebt als Schlachter in Varennes. Als er gegen die Handwerksregeln verstößt wird er aus der Stadt verbannt. Aber auch er sinnt nach Rache.... Und dann kommt der schwarze Tod nach Varennes....

In diesem Buch treffen viele starke Persönlichkeiten aufeinander und in vielen Handlungssträngen, die sich immer mehr verknüpfen wird eine opulente Geschichte erzählt. In diesem Buch kann man vollkommen versinken und die Zeit vergessen. Dabei ist es auch (wie viele historische Romane) ein dicker Schmöker, der langes Lesevergnügen verspricht und hält, also ein Buch, das ich euch wirklich gerne empfehle. Dass dies der 4. Band um die Familie Fleury ist habe ich erst später bemerkt, es hat mich beim Lesen aber nicht beeinträchtigt.

Dieses Buch wurde mir vom Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt. Meine Rezension wurde dadurch nicht beeinflusst und entspricht komplett meiner eigenen Meinung.

Und ich verlinke diese Besprechung auch in das Lesezimmer von Karminrot (https://lesezimmer.karminrot-blog.de/2019/03/01/buechermaerz-lesempfehlungen-im-maerz/ ). Schaut doch mal vorbei.

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