Häkelkette

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Sonntag, 22. Dezember 2019

Buchvorstellung: " Die Hafenschwester" Teil 1 von Melanie Metzenthin *enthält Werbung*


Euch ist sicher schon aufgefallen, dass ich sehr gerne Bücher lese, die in der jüngeren Vergangenheit spielen. So bin ich auch auf dieses Buch gestoßen. Hier schon mal der Klappentext:

Hamburg, 1892: Die Cholera erschüttert die Stadt an der Elbe und fordert tausende Opfer. Als Marthas Mutter stirbt, muss sie das Überleben ihrer Familie sichern. Die junge Frau aus dem armen Gängeviertel ergattert eine Lehrstelle am Eppendorfer Krankenhaus und arbeitet sich bis zur OP-Schwester hoch. Während die Ärzte sich im Wettlauf gegen die Zeit befinden, ist Hamburg auch im politischen Umbruch: Die Hafenarbeiter streiken, die Frauen kämpfen ums Wahlrecht und für die Rechte von Prostituierten. Martha schließt sich der Frauenbewegung an und führt gleichzeitig ihren ganz persönlichen Kampf. Denn sie hat nicht nur die Liebe zur Medizin entdeckt, sondern – gegen die strengen Regeln am Krankenhaus – auch zu einem jungen Mann

Marthe lebt mit ihrer Familie im Gängeviertel, einem sehr armen Viertel Hamburgs. Doch ihre Eltern schaffen es, ihren Kindern ein liebevolles zu Hause zu bieten. Ihnen ist es sogar gelungen, etwas Geld auf die Seite zu legen, damit der Sohn  auf das Gymnasium wechseln kann und Marthe soll eine Ausbildung bei einem Schneider beginnen. So scheint für sie eine gute Zukunft gesichert. Doch dann schlägt die Cholera zu. Zuerst stirbt Marthes kleine Schwester und dann auch noch die Mutter. Der Vater wird mit dieser Situation überhaupt nicht fertig und beginnt zu trinken.... Und schnell sieht sich Marthe in der Postition  Geld verdienen zu müssen, damit die Familie nicht auch noch ihre Wohnung verliert....
Weil ihrem Hausarzt bereits aufgefallen war, wie umsichtig Marthe mit den Kranken ihrer Familie umgegangen ist empfiehlt er ihr, als Krankenwärterin am Krankenhaus zu arbeiten. Und auch in dieser Postition bewährt sich Marthe schnell und auch hier hilft ihr wieder ein freundlicher Arzt. Dank seiner Empfehlung gelingt es ihr, eine Ausbildungsstelle im Eppendorfer Krankenhaus zu bekommen. Diese Stellen sind eigentlich den höheren Töchtern vorbehalten und so sieht sie sich dort auch einigen Anfeindungen ausgesetzt. Doch Marthe findet auch Freundinnen. Und mit einer  gelangt sie auch zum ersten Mal in das Umfeld der Sozialdemokraten.
 Auf Versammlungen trifft sie auf Gleichgesinnte, die sowohl die Rechte der Arbeiter stärken wollen als auch im ganz besonderen die Rechte der Frauen. Und so macht sie diesen Kampf auch zu ihrem, sie unterstützt die Streikenden und lernt dabei auch einen Mann kennen....
Doch auch hier ist sie wieder einer schwierigen Entscheidung ausgesetzt: Als Krankenschwester muss sie ledig bleiben und einen tadellosen Leumund haben....

Das klingt jetzt so banal nach einer typischen Geschichte in der eine starke Frau ihren Weg geht und alles ein Happy End hat.
Doch so oberflächlich ist dieser Roman nicht. Er nimmt uns mit ins 19. Jahrhundert, berichtet vom gruseligen Leben der Arbeiterschicht, von der Unterdrückung der Frauen, von Prostitution und Elend... Was war das für ein Kampf für diese Menschen. Heute ist es für uns Frauen ganz selbstverständlich in allen Belangen selbst zu entscheiden, doch der Weg war weit.

Das Buch ist sehr unterhaltsam geschrieben. Marthe wird hier auch nicht immer nur als Gutmensch dargestellt, was die Geschichte auch glaubhafter macht . Ich hab das Buch sehr gerne gelesen und kann es euch auch als Last-Minute-Geschenk empfehlen.

Mir wurde das Buch vom Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt. Meine Rezension wurde dadurch aber nicht beeinflusst und entspricht komplett meiner eigenen Meinung.

Und ich verlinke diesen Beitrag nun auch ins Lesezimmer von Karminrot ( https://lesezimmer.karminrot-blog.de/2019/11/30/dezember-buecher-oder-winterzeit-ist-lesezeit/ ). Schaut doch mal vorbei.

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