Häkelkette

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Samstag, 17. Februar 2018

Buchvorstellung: "Sieben Minuten nach Mitternacht" von Patrick Ness


Zweimal wurde ich auf dieses Buch aufmerksam. Zum ersten Mal habe ich bei einer Buchrezension auf Bayern 1 davon gehört und fand das recht spannend. Und dann habe ich den Trailer des Films auf einer DVD gesehen. Beides hat mich angesprochen, so dass ich mir das Buch gekauft habe. Und das steht im Klappentext:

Es ist sieben Minuten nach Mitternacht. Wie jede Nacht erwartet Conor den Albtraum, der ihn quält, seit seine Mutter unheilbar an Krebs erkrankt ist. Doch diesmal begegnet er einem Wesen, das seine geheimsten Ängste zu kennen scheint, ein Wesen, das uralt ist und wild und weise. Und schon bald begreift Conor, dass es der einzige Freund ist, der ihm in den Stunden der Not zur Seite steht. Denn er wird zerrissen von der einen Frage, die er nicht einmal zu denken wagt. Darf er seine Mutter, die er über alles liebt, loslassen? Oder muss er es sogar, um nicht selbst verloren zu sein?

Conor lebt allein mit seiner Mutter. Seine Eltern sind geschieden und sein Vater ist mit seiner neuen Frau nach Amerika ausgewandert, nur selten kann er mit ihm telefonieren. Seine Mutter ist an Krebs erkrankt und hat schon verschiedene Chemo-Therapien hinter sich, doch es geht ihr immer schlechter. Conor versucht seiner Mutter wo es nur geht behilflich zu sein und kümmert sich um alles. Doch in ihm wächst Wut. Wut darüber, dass ausgerechnet seine Mutter so schwer erkrankt ist, Wut, weil er in der Schule gemobbt und ausgegrenzt wird, Wut, dass alle Lehrer immer nur Rücksicht nehmen und er wie ein rohes Ei behandelt wird, Wut, weil sein Vater kein Interesse an ihm hat Wut,  weil er sich schämt, da er sich manchmal wünscht, alles wäre vorbei....

Und da taucht das Monster auf. Der alte Eibenbaum vor dem Haus wird lebendig und kommt ihn besuchen. Er erzählt im Geschichten bei denen eigentlich alles klar zu sein scheint und doch nichts so ist wie es primär erscheint. Und er fordert Conor auf, ihm seine Geschichte zu erzählen auch über den Alptraum, der ihn beinahe jede Nacht quält. Aber Conor verweigert sich zunächst. Der Baum aber, der ihn jede Nacht pünktlich um 7 Minuten nach Mitternacht besucht besteht darauf, die Geschichte zu hören, sobald er seine 3 Geschichten erzählt hat.

Conors Mutter geht es inzwischen so schlecht, dass sie wieder ins Krankenhaus muss. Damit der Junge nicht allein zu Hause ist, soll er in der Zwischenzeit zu seiner Oma ziehen. Leider versteht er sich mit ihr überhaupt nicht.... Und auch hier besucht in das Baummonster - mit verheerenden Folgen....

So nun habe ich das Buch gelesen und weiß eigentlich nicht so recht, was ich dazu sagen soll. Stellenweise hat es auch in mir Wut geweckt. Das Buch ist als Kinderbuch geschrieben, aber ich weiß nicht, welchem Kind ich es zum Lesen geben würde. Das Buch erzählt ein sehr schweres Schicksal und ist voller Trauer und Wut. Und gleichzeitig wird hier sehr auf die Tränendrüse gedrückt. Ich weiß nicht, ob es überhaupt möglich ist, ein sensibles Buch über dieses heikle Thema zu schreiben. Für mich ist das bei diesem Buch stellenweise geglückt, trotzdem würde ich es keinem Kind zumuten. Nach der Lektüre des Buchs habe ich nun keine Lust den Film anzuschauen, dabei wäre es  durchaus interessant zu sehen, wie das Buch da interpretiert wurde. .

Ich lasse das jetzt so stehen, vielleicht wollt ihr euch selber ein Bild machen....

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